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In den letzten Tagen des Mathosianischen Bürgerkrieges wurde der magische Schutz der Telara vor Ebenenkonzentration schützte, durch eine Katastrophe namens "Schatten" stark geschwächt. Seit damals haben Risse zwischen Telara und den Ebenen das Land immer stärker verwüstet. Alte Feinde, die in Elementargefängnissen gefangen gehalten wurden, haben begonnen, sich einen Weg hinaus zu bahnen. Telaras Erzfeind, der Todesgott Regulos, bäumt sich vor der Außenseite des Schutzes auf und will wieder in Telara einfallen, um das Werk zu Ende zu bringen, das er einst begonnen hat. In der Zwischenzeit ist Telaras Pantheon der Götter plötzlich verstummt, und die Welt versinkt im Chaos. Die Völker Telaras sind sich sicher, dass das Ende der Welt naht. In diesen verzweifelten letzten Tagen haben sich zwei Hauptfraktionen gebildet, um der nähernden Apokalypse zu widerstehen: Die Wächter und die Skeptiker. Obwohl beide Fraktionen die Welt retten möchten, unterscheiden sich ihre Methoden und ihre Glaubenssätze. Und so bekämpfen sie sich gegenseitig nicht seltener als sie andere Feinde von Telara bekämpfen.
Die Wächter sind von den Göttern Telaras – genannt „die Wache“ – auserwählt. Als der Tyrann Aedraxis die Macht der Todesebene heraufbeschwor und Telara in Schutt und Asche legte, wählt die Wache nur die stärksten im Schatten gefallenen Seelen aus, um sie zu den Regenten einer neuen Epoche zu machen. Ein goldenes Zeitalter steht bevor, doch zunächst muss Telara – durch Taten, vorbildliches Verhalten oder im Kampf – gerettet werden. Das Volk will Wiedergutmachung, die Schandtäter müssen Läuterung erfahren. Nur dann können die Wächter göttliche Kräfte erhalten und eine höhere Ebene erreichen.
Die Wache wählt die Wächter aus den drei Rassen Telaras aus, die den größten Gottglauben besitzen, darunter die furchtlosen Mathosianer und die weisen Hochelfen. Obwohl die Liebe der Götter allen zuteil wird, will doch jede Rasse von den Sünden ihrer Anführer freigesprochen werden: Aedraxis Mathos entfesselte den Schatten und Prince Hylas brach den lange währenden Pakt zwischen den Elfen und den Göttern. Die Wächter verkörpern somit sowohl die Hoffnungen der gesamten Welt als auch die Hoffnungen ihrer gefallenen Völker.
In ihrer heiligen Stadt Sanctum stehen die Wächter erhobenen Hauptes Wache, um das Land vor den Drachen und ihre Kulten zu beschützen. Sie ziehen gegen die Armeen der Untoten von Regulos in den Kampf, gehen den verschwörerischen Kulten von Akylios auf den Grund und entsenden ihre Agenten auf der Suche nach den Spuren des Bösen selbst in die entlegenen Wüsten von Shimmersand. Die Wache gibt keinen bestimmten Weg zur Erlösung vor. Doch damit die Wächter in der heiligen Litanei ihren eigenen Platz einnehmen können, müssen sie der Korruption der Drachen und der Gotteslästerung der Skeptiker ein für allemal ein Ende setzen. Die Wächter sind getrieben von den Erinnerungen an die zahllosen gefallenen Unschuldigen Telaras, die in einer Welt in Trümmern um Erlösung schrien und stattdessen vom Zerstörer heimgesucht wurden. Dagegen, so mahnt die Wache, müssen die Wächter anstehen, damit nicht noch einmal Millionen Opfer in Regulos gierigem Rachen Qualen leiden und in Vergessenheit geraten. Einzig das Licht der Wächter steht einer solchen alles einnehmenden Dunkelheit im Weg.
Die Skeptiker interessiert es nicht, ob die Götter die Welt verlassen haben oder nicht. Für sie sind die Götter sowieso am Zusammentreffen der Ebenen und der folgenden Katastrophe Schuld. Tatsächlich sind doch die Götter plötzlich und unerklärlich verschwunden, als die Situation immer schlimmer wurde. Und während die Wächter in ganz Telara Tempel bauen, sich in die Angelegenheiten anderer einmischen und verzweifelt für ein Wunder beten, planen die Skeptiker, selbst ein Wunder herbeizuführen. Auch wenn dies bedeutet, als Ketzer beschimpft und als Gesetzlose gebrandmarkt zu werden.
Die Skeptiker sind aber vor allem technologieverliebte, selbstbewusste Individualisten. Die Kombination aus Technologie und Magie bietet ungeahnte Möglichkeiten für Innovationen, persönliche Stärke und kulturellen Fortschritt. Richtig angewendet, können diese Stärken zu Waffen werden, um die drohende Finsternis zu bekämpfen. Die Skeptiker glauben fest daran, dass ein ordentlicher Angriff die beste Verteidigung ist - etwas, dass die Wächter nie verstehen werden.
Mit der Hilfe von genügend wundersamen Kriegsmaschinen und magischen Neuerungen glauben die Skeptiker, dass die Bewohner Telaras genug Kraft haben, um die Drachengötter selbst zu vernichten, ohne sich auf veraltete, religiöse Dogmen verlassen zu müssen. Wenn Telara gerettet ist, werden die Skeptiker die Anführer eines neuen technomagischen Zeitalters sein, in dem jede Facette des Lebens mit dem Segen ihrer Neuerungen durchtränkt sein wird. Manche Skeptiker geben zwar unwillig zu, dass ihre Methoden gefährlich sind und möglicherweise die Integrität der Welt aufs Spiel setzen, aber sie werden sofort darauf hinweisen, dass die Welt ja sowieso dem Ende nahe ist, und sich daher das Risiko lohnt. Und ist die Welt erstmal zerstört, ist sowieso keiner mehr da, um sich zu beschweren! Die Geschichte der Skeptiker Schon immer gab es diejenigen, die dem Willen der Götter folgen, und diejenigen, die die Götter in Frage stellen. Während keiner das Zutun der Wache am Wunder des Schutzes verleugnete, bezweifelten Einzelne wie auch Gruppen, dass dies der einzige bzw. der richtige Schutz vor dem Blutsturm ist. Auch waren sie der Meinung, die Götter, die den Schutz geschaffen haben, verdienten keine bedingungslose Loyalität. Die Wache versprach ihren Anhängern grenzenlose Macht, dennoch lehnten manche ab, darunter die Eth und die Bahmi von Rhaza’de. So entzweite sich die Welt in die Ergebenen der Götter und diejenigen, die auf andere Weise nach Macht strebten. Die Telaraner, insbesondere die Eth und Bahmi, schlossen sich im Bund der Drachentöter zusammen, der sich dem Schutz vor den Drachen-Kulten verschrieben hatte und die Befreiung des Herrn des Blutsturms zu verhindern suchte. Da sich der Bund am reichen Schatz der Eth-Technologien bediente, gelangte keines der der Wache ergebenen Völker in die Führungsriege des Bunds. Sogar nach den Fall der Eth überdauerte der Bund. In den Tagen, die dem Schatten vorangingen, enthüllte der Bund der Drachentöter Beweise dafür, dass Prinz Aedraxis Mathos Umgang mit den Mitgliedern des Endlosgerichts pflegte. Der Führer des Bundes, Orphiel Farwind, sandte seinen fähigsten Magier aus, um Zareph, den Bruder Aedraxis', zu warnen. Durch den unheilvollen Mathosianischen Bürgerkrieg breiteten sich Tod und Schrecken wie eine erstickende Wolke über das Land aus, und die Drachentöter verloren viele ihrer besten Krieger bei dem Versuch, das Volk von Telara zu verteidigen. Der Gesandte Orphiels, Asha Catari, starb auf dem Schlachtfeld an der Seite von Zareph und dessen Generälen. Der Bund war aufs Schwerste getroffen, seine Mitgliederzahl zu stark geschrumpft, als dass er der fortwährenden Zerstörung des Schutzes hätte Einhalt bieten können. Erschüttert durch die Verluste brachte Orphiel seine verbleibenden Anhänger zu den Überlebenden in Port Scion. Während sich das Volk an den Wiederaufbau machte, begann er mit der Untersuchung der Überbleibsel der Eth-Technologien. Der Bund hielt sich nicht an den erfolgten Erlass, alle Unterlagen zu diesen Technologien zu vernichten, sondern bewahrte einige davon in den geheimsten Archiven der Bundanführer auf. Orphiel verbreitete die Überzeugung, dass diese Technologie in diesen schweren Zeiten wieder aufblühen würde. Mit Unterstützung weniger seiner engsten Vertrauten erreichte seine Idee immer mehr Ohren. Viele Telaraner fühlten sich von den Göttern verlassen, die Zeit war also reif für Veränderungen. Gerade als Orphiel's Philosophie Fuß zu fassen begann, kehrten die ersten Aszendenten zu den Wächtern zurück. Durch diese heiligen Krieger, denen zur Verteidigung ihrer Welt göttliche Kräfte zur Seite standen, glaubten die meisten Telaraner wieder daran, dass die Götter einen neuen Plan für den Kampf gegen den Blutsturm entwickelt hatten. Andere hingegen waren sich nicht so sicher. Obwohl er einen großen Teil der gerade gewachsenen Unterstützung wieder verlor, ging Orphiel weiterhin seinem Interesse an den Technologien der Eth nach. Sogar die anderen Mitglieder des Bundes der Drachentöter wandten sich gegen Orphiel und zwangen ihn, Port Scion mit seinen verbliebenen Gefolgsmännern zu verlassen. Seine Studien führten die kleine Gelehrtengruppe ins Schattenland, wo Gerüchten zufolge gut erhaltene Maschinen der Eth zu vermuten waren. Vor dem Fall des Reichs Eth hatte sich eine Splittergruppe von Magiern der Eth heimlich um die Entdeckung verbotener Wege ins ewige Leben bemüht, sodass ihre verborgene Werkstatt von der Vernichtung durch die Versammlung verschont geblieben war. Orphiel entdeckte diesen vor langer Zeit verlassenen Ort und warf die alten Maschinen an, um erfreut festzustellen, dass diese mit nur wenig Feinjustierung wieder hervorragend funktionierten. Die verlorenen Mitglieder kehrten zum Bund der Drachentöter zurück, allen voran der wiedergeborene Aszendent Asha Catari. Trotz der Einwände der Aszendenten der Götter war Zareph Mathos offen für die Nutzung beider großen Mächte und ließ die Untersuchung der Technologien der Eth sorgfältig überwacht fortsetzen. Seit Zareph beim Fall von Port Scion sein Leben verlor, hatte sich kein Führer gefunden, der die überlebenden Telaraner vereinen konnte, und die Wächter verlangten ein Ende des Einsatzes von Quellsteinmaschinen. Der Ungehorsam Orphiels und seiner Anhänger in dieser Sache sorgte für eine tiefe Spaltung, durch die sich ihre Fraktion noch weiter von Cyril dem Champion und seinen Wächtern entfernte. Diese „Skeptiker“ ließen sich im Turm von Meridian in Freemarch nieder und führten ihre Studien fort, um ihre eigene Verteidigungsstrategie für Telara zu entwickeln. |